Amasra-Fotoroman

Amasra-Fotoroman

Drei Fotografen machen sich auf, den Sonnenuntergang von Amasra vom Ahatlar-Hügel aus einzufangen, verirren sich in der Dunkelheit und finden den Heimweg: ein komischer Foto-Safari-Fotoroman.

Hüseyin Çoban
Hüseyin Çoban amasra.net · Autor
Amasra-Fotoroman

Viele Fotografien auf den Seiten von Amasra.net tragen die Unterschriften von Ferhat GÜNGÖR, Hakan TOPUZ und Kerim BOZ. Möchten Sie einen kurzen „FOTOROMAN” über die Mühe lesen, die hinter diesen Fotografien steckt?

Der Morgenregen hatte den in Amasras Luft hängenden Staub zur Erde gebracht. Der Himmel glitzerte, die Horizontlinie war klar, das Grün des Berges und das Blau des Meeres hatten ihre wahren Farben angenommen. Die Sonne hatte ihre tägliche Pflicht erfüllt, hatte sich von den Regenwolken befreit, die den Himmel bis zum Abend nicht verlassen hatten, und war dabei, ihre Mission zu vollenden, indem sie von der Horizontlinie ins Meer fiel. „Amasra, Natures Geschenk an die Menschheit”, bereitete sich auf ein weiteres Abendkarneval vor.

Drei Amasra-Freiwillige — drei Fotografen, drei Amasra.net-Mitarbeiter — machten sich diesmal auf den Weg zu einem anderen Aussichtspunkt. Statt den Sonnenuntergang vom westlichen Ufer der Stadt aus zu fotografieren und nur das karmesinrote Chaos des Horizonts in einen Postkartenrahmen zu fassen, fuhren sie los, um Amasra selbst zusammen mit dem untergehenden Sonnenneben ins Bild zu nehmen.

Kurvenreiche Straßen wurden gekreuzt, Hügel erklommen, der Gipfel erreicht, Stative aufgebaut, Kameralinsen ausgewählt, Filter angebracht — Vorbereitungen abgeschlossen. Ferrhat und Hakan haben je ein Canon EOS 400D; Kerim ein Canon EOS 350D.

Und so versuchten unsere Meister trotz ihrer vollautomatischen Kameras an jenem stillen, ruhigen Amasra-Abend viele Wege und Methoden, um Ihnen die sich verlängernden Strahlen der einschaltenden Lichter zu vermitteln.

Als es Zeit zur Rückkehr war, leuchtete Amasra unten — aber konnten wir Kerims Renault und Ferrhat’s unvergleichlichliches Auto finden, das wir auf der anderen Seite des Hügels gelassen hatten? Konnten wir den Weg durch den Wald und zurück über den pechschwarzen Berg finden?

Zuerst stolperte Ferhat voraus; im Zickzack irrten wir im dunklen Wald umher und erreichten die Spitzen steiler Abhänge statt der Straße. Amasra war auch verschwunden. Kameraleuchten wurden eingesetzt, Blitze abgefeuert, Wege beleuchtet. Wir kamen tastend mit den Füßen voran und erreichten schließlich die Asphaltstraße.

Ich wünsche Ihnen auch eine Geschichte des Sich-Verirren — nicht in einer SCHMUTZIGEN WELT, sondern in SAUBERER NATUR.

Verfasst von: Hüseyin ÇOBAN

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