Direkli Kaya (Säulenfels)
Amasra Zentrum, Amasra
Der genuesische Beobachtungsposten
Während der genuesischen Zeit (14.–15. Jahrhundert) wurde die Sicherheit Amasras nicht nur von der Landseite, sondern auch sorgfältig gegen Bedrohungen vom Meer aus bewacht. Direkli Kaya, das direkt am Wasser nördlich des Kleinen Hafens aufragt, ist ein erhaltener Teil dieses maritimen Überwachungssystems.
Der Fels verdankt seinen Namen den einst darauf montierten Stangen — höchstwahrscheinlich einem Leuchtturmmast oder Wachturmpfosten — die die Genuesen aufrichteten, um das Meer zu beleuchten und herannahende Schiffe zu beobachten.
In den Fels gehauene Spuren
Direkli Kaya trägt Spuren menschlicher Bearbeitung aus sowohl der römischen als auch der genuesischen Zeit:
- In den Fels gehauene Treppen: Historische Stufen, die bis auf Meereshöhe hinunterführen
- Mit dem Meer verbundenes Becken: Eine natürliche Vertiefung im Fels mit einer Öffnung zum Meer; höchstwahrscheinlich zur Fischzucht oder -lagerung genutzt
- Reste des Marmorstegs: Teilweise eingestürzte Abschnitte eines kleinen Kais
Das Bauwerk ist etwa 7 Meter lang.
Heute: Felsiger Meereszugang
Direkli Kaya wird heute als alternativer Einstiegspunkt ins Meer genutzt — ruhiger als der Kleine-Hafen-Strand. Der Untergrund ist felsig statt sandig, mit flachen Felsbecken, daher werden Schwimmhandschuhe oder Badeschuhe empfohlen. Die umliegenden Felsen sind besonders für das Schnorcheln lohnend.
Entfernungen
- Kleiner-Hafen-Strand: 5 Minuten zu Fuß
- Burg Amasra: 7 Minuten zu Fuß
- Kemere-Brücke: 6 Minuten zu Fuß
1 / 6