Burg Amasra
Historisch Kostenloser Eintritt

Burg Amasra

Altstadt (Kaleiçi), Amasra

Täglich geöffnet (während der Tagesstunden)

Wächterin einer 3.000 Jahre alten Halbinsel

Die Burg Amasra thront an der Spitze der Halbinsel, die die Stadt in zwei Hälften teilt, und beherrscht von einer strategischen Position aus sowohl den Kleinen Hafen (Küçük Liman) als auch den Großen Hafen. In der Antike als Sesamos bekannt, wurde dieses befestigte Gebiet nacheinander von Phöniziern, Römern, Byzantinern und Genuesen genutzt — jede Zivilisation hat ihre Spuren im Stein hinterlassen.

Der Großteil der heute noch stehenden Mauern stammt aus genuesischer Bauzeit des 14. Jahrhunderts. Die Genuesen nutzten Amasra als wichtigen Stützpunkt zur Kontrolle der Schwarzmeerhandelsrouten und befestigten die Burg entsprechend.

Was gibt es in der Burg zu sehen?

Fatih-Moschee

Dieses Gebäude begann als kleine genuesische Kirche und wurde nach der osmanischen Eroberung im Jahr 1460 in eine Moschee umgewandelt. Es trägt die Spuren zweier ineinander verwobener Geschichten: byzantinische Apsis-Details neben einem osmanischen Minbar. Sie ist bis heute eine aktive Moschee.

Kleine Kirche (Kleine Hagia Sophia)

Eine kleine, aber historisch bedeutende Kapelle aus der genuesischen Zeit. Die Freskospuren an ihren Wänden und die Qualität ihrer Steinmetzarbeiten sind besonders bemerkenswert.

Genuesische Mauern

Beim Spaziergang entlang der Burgmauern kann man Amasra aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Erdbeben haben an mehreren Stellen Risse geöffnet; Steintreppen führen durch diese Spalten hinab bis zur Mole.

Panorama-Aussichtspunkte

Jede Ecke der Burg bietet eine andere Aussicht. Im Norden das offene Meer; im Süden der Große Hafen und die Richtung nach Bartın; im Westen der Kleine Hafen und die Hafenpromenade; im Osten das Hochland von Boztepe.

Alltagsleben in der Burg

Innerhalb der Burgmauern leben noch immer Menschen. Beim Spaziergang durch enge Steinstraßen kann man sich mitten in einer authentischen Amasra-Gemeinschaft wiederfinden. Eine charmante lokale Tradition fällt ins Auge: Alte Schuhe, Teekannen und Töpfe wurden als Blumentöpfe umfunktioniert und dienen dazu, Blumen auf Fensterbänken und Eingangsstufen zu züchten.

Anfahrt

Vom Kleinen Hafen Richtung Boztepe gehend, vor der Kemere-Brücke rechts abbiegen und den Steintreppen-Gässchen folgen, die alle zum Burginneren führen. Vom Parkplatz am Großen Hafen ist die Burg in etwa 10 Minuten zu Fuß erreichbar.

Der Eintritt ist frei. Die Burg kann zu jeder Stunde besucht werden; am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang bieten sich besonders beeindruckende Aussichten.